Ärztliche Versorgung in Deutschland

Die Zahl der berufstätigen Ärzte im ambulanten sowie im stationären Bereich ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland rund 342 100 berufstätige Ärzte und rund 107 300 Ärzte ohne ärztliche Tätigkeit gezählt. In dem gleichen Jahr kamen in der Bundesrepublik durchschnittlich 239 Einwohner auf einen berufstätigen Arzt. Im Vergleich zum Jahr 1993 entsprechen die Zahlen der tätigen Ärzte einem deutlichen Anstieg, nämlich um 27 Prozent im ambulanten und um 36 Prozent im stationären Bereich.

Die demographische Entwicklung Deutschlands zeigt jedoch auch, dass der Bedarf an Ärzten in den kommenden Jahren immer weiter steigen wird. Dabei fällt das Durchschnittsalter der Bevölkerung aber nicht nur höher aus sondern auch das Alter der Ärzte. Schon in den letzten Jahren war hier eine deutliche Tendenz zu spüren. Das Durchschnittsalter der Vertragsärzte ist  von 47,6 Jahren seit 1995 auf mittlerweile 52,5 Jahre gestiegen. Im Bereich der Krankenhausärzte stieg es von 38,7 Jahren im Jahr 1995 auf 41,1 Jahre.  Der Anteil der Ärzte unter 35 ist von 24,8 Prozent auf nun 17,4 Prozent gesunken.

Auch im Ländervergleich innerhalb der Bundesrepublik ergeben sich einige deutliche Unterschiede. Die Zahl der berufstätigen Ärzte in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ist natürlich insgesamt am höchsten. In Bremen kommen rund 223 Ärzte auf 100 000 Einwohner, während es in Brandenburg nur rund 144 Ärzte sind, die 100 000 Einwohnern zur Verfügung stehen. Es ist zu beobachten, dass die Ärztedichte in den neuen Bundesländern noch immer geringer ist als in den alten.

In den kommenden Jahren ist weiterhin mit einem großen Interesse der Abiturienten an dem Studiengang Medizin zu rechnen. Tatsache ist aber, dass die deutsche Bevölkerung durchschnittlich immer älter wird und so ist davon auszugehen, dass die Zahl der Ärzte im Verhältnis zu den zu behandelnden Patienten in Zukunft immer weiter schrumpfen wird.

Quelle: Statista