Doping im Beruf – Ausnahme oder Alltag?

Doping im Beruf - Ausnahme oder Alltag?Während vor einigen Jahrzehnten noch ein Whiskey im Büro getrunken wurde, sind es heute moderne Arzneien, mit denen Berufstätige versuchen, ihren Alltag zu meistern. Sehr oft kommen dabei laut DAK-Gesundheitsreport Mittel wie Ritalin und Betablocker zum Einsatz, die eigentlich für ganz andere Zwecke entwickelt wurden.

Wir haben uns den DAK-Gesundheitsreport einmal etwas näher angeschaut und waren erschrocken über die Ergebnisse. Man kann keinesfalls mehr von Ausnahmen sprechen – jedoch: Zum Alltag gehört das Gehirn-Doping zum Glück auch noch nicht. 

Warum dopen sich Berufstätige?

Die Gründe für das Gehirn-Doping können vielfältig sein. Wer Ritalin nimmt, der versucht seine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern, wer Betablocker einwirft möchte sich beruhigen und lockerer werden. Letzteres kommt vor allem bei wichtigen Kundengesprächen und Präsentationen vor.

Wie viele Berufstätige pushen sich durch Medikamente?

Zwar kann man genaue Zahlen nur schwer nachprüfen, dennoch haben wohl mindestens drei Millionen Berufstätige das Gehirn-Doping bereits schon einmal ausprobiert. Circa eine Million Angestellte haben diese Art des Dopings bereits in ihren Alltag übernommen und tun es regelmäßig. In den letzten Jahren ist die Zahl um 2% angestiegen (von 4,7% auf 6,7% seit 2008) – mit steigender Tendenz.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Bei der Einnahme von Medikamenten unterscheiden sich Männer und Frauen grundsätzlich.

Männer nehmen am häufigsten Mittel, die sie wacher und selbstbewusster erscheinen lassen. Sie erhoffen sich dabei, so mehr Leistung zu erbringen und die Karriereleiter weiter nach oben steigen zu können.

Frauen nehmen hingegen meist Mittel gegen Depressionen. Sie versuchen ihre Nervösität zu bekämpfen und möchten ihre allgemeine Stimmung aufhellen.

Gefahren und Risiken

Speziell solche Medikamente, die beim Gehirn-Doping eingesetzt werden, sorgen für eine Veränderung der Psyche und können Schlaflosigkeit, Depressionen und sogar ein erhöhtes Suizidrisiko hervorrufen. Es ist noch nicht bekannt, wie sich die verschiedenen Medikamente tatsächlich auf gesunde Menschen auswirken können.

Woher kommen die Medikamente?

Am häufigsten stammen die Medikamente tatsächlich von einem normalen Arzt, der sie ganz offiziell verschrieben hat. Andere Quellen sind Freunde, Verwandte oder die Bestellung im Internet. Hierbei sollte man natürlich aufpassen, dass man nur bei einer seriösen Apotheke bestellt, sodass man gefährliche Produktfälschungen ausschließen kann.

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