Ernährung: Jodmangel kommt in Europa recht häufig vor

Ernährung: Jodmangel kommt in Europa recht häufig vorJod ist ein essentielles Spurenelement, das eine wichtige Rolle in der menschlichen und der tierischen Ernährung spielt. Wenn man zu wenig Jod aufnimmt, kommt es früher oder später zu einem Jodmangel im Körper, der negative gesundheitliche Folgen haben kann. Während einer Schwangerschaft kann ein solcher Mangel beispielsweise dazu führen, dass sich das Gehirn des heranwachsenden Kindes nicht richtig entwickeln kann. Bei Erwachsenen kann ein Jodmangel zu Problemen mit der Schilddrüse führen. Aber auch ein Übermaß an Jod kann Probleme mit der Schilddrüse verursachen.

Unter dem Namen EUthyroid ist nun ein Netzwerk entstanden, das die Jodversorgung der Menschen in Europa untersuchen und analysieren soll. Des Weiteren soll das Netzwerk Aufklärungsarbeit über Jodmangel leisten, sodass alle europäischen Bürger zukünftig mit genügend Jod versorgt sind. Das gesetzte Ziel ist die Ausmerzung von Jodmangel in Europa.

Situation in Deutschland

Die Weltgesundheitsorganisation (kurz: WHO) empfiehlt eine täglich Dosis von 100 bis 200 µg/l Jod. In Deutschland ist die Versorgung mit Jod eher weniger problematisch, da die Menschen im Durchschnitt mit genügend Jod versorgt werden. Lediglich bei 36% der Menschen kann ein milder Jodmangel nachgewiesen werden – bei 21% herrscht ein moderater bis schwerer Jodmangel. In Deutschland werden die meisten Lebensmittel mit zusätzlichem Jod versorgt, sodass es bei einer normalen, ausgewogenen Ernährung keine Mangelerscheinungen geben sollte.

Im Vergleich dazu sind die Isländer die Spitzenreiter, was die Aufnahme von Jod angeht. Dieser Zustand ist auf die Ernährungsweise zurückzuführen – Isländer konsumieren nämlich deutlich mehr Meeresfrüchte, die Jod enthalten, als der Rest von Europa. Das ist natürlich nicht verwunderlich, da Island eine Insel ist, für die die Fischerei eine große Rolle in der Wirtschaft spielt.

Salzarme Ernährung sorgt für Jodmangel

Jodmangel tritt vor allem dann häufig auf, wenn die betroffenen Person sich vermeintlich gesund ernähren möchten, indem sie weitestgehend auf Salz verzichten. Eine salzarme Ernährung wird deshalb oft empfohlen, da die verminderte Salzaufnahme den Blutdruck auf natürliche Weise senken soll. Problematisch ist dabei nur, dass ebenso weniger Jod aufgenommen wird.

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