Fast-Food schadet Darm bereits nach kurzer Zeit

Fast-Food schadet Darm bereits nach kurzer ZeitEs ist allgemein bekannt, dass Fast-Food nicht gut für die Gesundheit und die Figur ist. Es enthält wenige Nährstoffe, weist eine hohe Energiedichte auf und sorgt auf Dauer für Übergewicht. Übergewicht führt wiederum zu Diabetes, Bluthochdruck und viele weitere Erkrankungen, die vor allem in der westlichen Welt weit verbreitet sind.

Eine neue Studie zeigt nun, dass Fast-Food auch unsere Darmflora massiv beeinflussen kann und sogar die Entstehung von Darmkrebs fördern kann. Der Darm als Spiegel der Gesundheit – ein passender Vergleich, wenn man die Reaktionen des Darms auf Junk-Food betrachtet. 

Über die Studie

Zwar hatte die hier präsentierte Studie relativ wenige Probanden, die Ergebnisse waren dennoch äußerst interessant und aufschlussreich. 20 Afrikaner aus ländlichen Gegenden in Südafrika tauschten mit 20 „klassischen“ US-Amerikanern den Ernährungsstil. Fortan aßen die Afrikaner Fast-Food, welches viel Fett und viel billiges Fleisch enthält, die US-Amerikaner aßen hingegen viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte – sprich: Wenig Fett und viele Ballaststoffe.

Nach zwei Wochen konnten die Wissenschaftler bereits feststellen, dass das Risiko für Darmkrebs bei den Afrikanern gestiegen und bei den US-Amerikanern gesunken ist. Natürlich hat sich nicht direkt ein Geschwür im Darm gebildet, allerdings sprachen die nachfolgende Darmspiegelung und die Untersuchung der Stuhlproben Bände.

Insgesamt gesehen verändert sich durch die Ernährung innerhalb kürzester Zeit die gesamte Darmflora. Dies macht allerdings auch Hoffnung, denn wer sein gesamtes Leben lang Fast-Food gegessen hat, kann auch im hohen Alter noch seine Ernährungsgewohnheiten umstellen und davon profitieren. Dennoch kann eine späte Ernährungsumstellung nicht das gesamte Leben rückgängig machen.

Nicht nur Fast-Food kann Darmkrebs auslösen

Die Risikofaktoren für Darmkrebs sind die, mit denen viele Menschen in der westlichen Zivilisation tagtäglich leben:

  • Übergewicht
  • Alkohol- und Zigarettenkonsum
  • Wenig Ballaststoffe
  • Bewegungsmangel
  • Viel Fett
  • Viel rotes Fleisch

Wenn man Personenkreise betrachtet, die aus ländlichen Regionen stammen, in denen die oben genannten Risikofaktoren kaum gegeben sind, sieht man sofort, dass es einen statistisch relevanten Unterschied bezüglich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht gibt.

Eine veränderte Darmflora und ein erhöhtes Darmkrebsrisiko ist also nur eine von vielen negativen Facetten, die Fast-Food zu bieten hat.

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