Findet die AIDS-Epidemie bald ein Ende?

Findet die AIDS-Epidemie bald ein Ende?AIDS ist eine der gefährlichsten Krankheiten auf der Welt, da sich das HI-Virus nach einer Infektion nicht mehr aus dem Körper entfernen lässt. Die Krankheit wird hauptsächlich sexuell übertragen. Auch im Drogenmilieu ist der Ansteckungsrisiko hoch, da sich das Virus außerdem im Blut befindet.

Zwar können die Menschen hierzulande recht effektiv mit Medikamenten behandelt werden, die Menschen in ärmeren Regionen haben diese Möglichkeit allerdings nicht. Durch die richtige Behandlung kann eine Ansteckung von weiteren Personen verhindert werden, die Lebenserwartung des Patienten normalisiert sich.

Aktuelle Zahlen belegen, dass die AIDS-Epidemie weltweit rückläufig ist. Experten haben sich als Ziel gesetzt, die Autoimmunerkrankung bis zum Jahr 2030 vollständig auszurotten.

Aktuelle Zahlen

Während es im Jahre 2000 weltweit rund 3,1 Millionen Neuansteckungen gab, waren es im Jahre 2014 nur noch 2 Millionen Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert haben. 2015 konnten 15 Millionen Menschen erfolgreich behandelt werden, sodass Neuinfektionen und Todesfälle verhindert werden konnten. Damit haben die Vereinten Nationen ihr festgelegtes Ziel für 2015 erreicht.

Zukunftspläne

Das nächste Ziel sei es, die AIDS-Epidemie bis zum Jahre 2030 komplett zu stoppen. Dieses Ziel sei ehrgeizig, mit den richtigen Mitteln allerdings zu bewältigen und nicht allzu unrealistisch. In den nächsten fünf Jahren müssten dafür 32 bis 34 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung von HIV und AIDS zur Verfügung stehen. Derzeit sind es lediglich 22 Milliarden Dollar.

Die Lage in Afrika hat sich gebessert

Die Bekämpfung von AIDS sei vor allem deshalb so erfolgreich, da man das Problem bei der Wurzel gepackt hat und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten in Afrika zur Verfügung gestellt wurden. Aufklärung, Behandlung und Prävention von Neuinfektionen sind dabei die drei wichtigsten Säulen für den Erfolg des Programms.

In Deutschland ist die Zahl der Neudiagnosen allerdings gestiegen. Dieser Umstand ist allerdings nicht auf ein ausschweifendes Sexualleben der Deutschen zurückzuführen, sondern auf die vermehrte Aufnahme von Flüchtlingen aus Ländern, in denen der HI-Virus weit verbreitet ist. In solchen Fällen wurde die Infektion in Deutschland festgestellt, zur Infektion selbst kam es allerdings im Herkunftsland.

Quellenangabe

Die Zahlen und Fakten stammen aus dem Bericht des AIDS-Programms der Vereinten Nationen (kurz: UNAIDS). Sie wurden hier zusammengefasst.

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