„Grüne“ Produkte als Lockmittel für den Konsumenten

"Grüne" Produkte als Lockmittel für den KonsumentenMarketing und Manipulation des Kunden spielen bereits seit vielen Jahrzehnten eine Rolle beim Verkauf von Lebensmitteln und allen anderen Produkten. Dabei liegen Marketing und Täuschung oft gar nicht so weit auseinander.

Momentan ist ein Trend zu erkennen, der sich vor allem an alle diejenigen Personen richtet, die vermehrt auf ihre Ernährung und auf die richtige Fitness achten.

Die Rede ist von grünen“ Produkten. Ungesunde Produkte werden in ihrer Rezeptur leicht verändert und in eine grüne Verpackung gesteckt. Diese Veränderung soll beim Kunden suggerieren, dass das Produkt nun gesund sei.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Verpackungen von McDonalds oder von Coca Cola die Farbe grün annehmen – die Gefahr ist immer dieselbe.

Beispiel: Coca Cola Life

Aktuell kann man die neue Coca Cola Life als Paradebeispiel für diese Entwicklung anführen. Eine grüne Verpackung und der Namenszusatz Life erzeugen beim Kunden den Gedanken, dass es sich dabei um ein sehr gesundes Produkt handeln muss.

Die neue Cola soll deutlich weniger Zucker enthalten, da der Süßstoff Stevia die Süße mit sich bringt und den Zucker ersetzt. Der Vorteil hierbei: Stevia hat so gut wie keine Kalorien und ist deutlich effektiver als herkömmlicher Zucker.

Jedoch: Zucker ist immer noch enthalten – und das in rauen Mengen. Pro 100 Milliliter sind immer noch 6,7 Gramm Zucker enthalten. Zum Vergleich: Bei der herkömmlichen Cola sind es 10,6 Gramm Zucker auf 100 Milliliter.

Natürlich ist eine deutliche Senkung des Zuckergehalts erkennbar, dennoch ist immer noch viel zu viel Zucker enthalten. Noch dazu kommt, dass unwissende Kunden deutlich mehr Coca Cola Life trinken, da sie denken, es handle sich um ein gesundes Produkt. Auf diese Weise konsumiert der Endverbraucher noch mehr Zucker als vorher.

Dabei ist es gar nicht so schwer, den Zuckergehalt eines Produkts selbst zu überprüfen. Man muss sich lediglich einmal ein wenig mit den Inhaltsstoffen und den Nährwerten auseinandersetzen. Wenn man gesunde und schlechte Produkte miteinander vergleicht, bekommt man nach einiger Zeit bereits ein gutes Gefühl dafür.

Fazit: Mit offenen Augen durch den Supermarkt gehen

Im Prinzip sind die Kunden selbst Schuld an ihrer Misere, da die Nährwerttabelle auf den Produkten deutlich zeigt, in welche Richtung das Produkt geht – ganz gleich, welche Farbe die Verpackung hat.

Wir appellieren daher an unsere Leser, sich mit Nährwerttabellen und Kalorien auseinanderzusetzen und sich nicht durch simple Marketingtricks anlocken zu lassen.

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