Raucher: Sind gesunde Lungen genetisch bedingt?

Raucher: Sind gesunde Lungen genetisch bedingt?Rauchen ist und bleibt gesundheitsschädlich – soviel steht fest. Es ist jedoch verwunderlich, dass manche Raucher dabei bis ins hohe Alter gesund bleiben und niemals Probleme mit den Lungen bekommen – und das, obwohl einige Extremfälle seit vielen Jahrzehnten jeden Tag eine Packung Zigaretten rauchen.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Nichtraucher, die niemals eine Zigarette angerührt haben, die an Lungenkrebs erkranken und dadurch sterben.

Der Gedanke liegt deshalb nahe, dass gesunde Lungen genetisch bedingt sind und somit vererbt werden können. Britische Forscher haben nun tatsächlich ein Gen gefunden, das mit Lungenkrankheiten in Verbindung steht bzw. die Lungen vor verschiedenen Krankheiten schützt. 

Die Folgen von Zigarettenkonsum

Zigaretten enthalten nicht nur den Suchtstoff Nikotin, sondern außerdem viele weitere Gift- und Suchtstoffe, die den Geschmack verbessern und die Raucher noch abhängiger werden lassen. Außerdem enthält jede Zigarette Teer, welcher die Lungen nach und nach verklebt und ineffektiv werden lässt.

Aufgrund dieser Inhaltsstoffe wirkt sich Rauchen auf so gut wie alle Regionen des Körpers negativ aus. Exzessive Raucher leiden aber hauptsächlich an der Lungenkrankheit COPD und an Herz-Kreislauferkrankungen. Beide Arten von Krankheiten können über kurz oder lang zum Tod führen.

Insbesondere COPD hat es in letzter Zeit sehr häufig in die Medien geschafft. Hierbei handelt es sich um eine Krankheit, bei der die Atemwege verengt und entzündet sind. So entsteht der typische Raucherhusten. Außerdem leiden betroffene Patienten unter ähnlichen Symptomen wie bei Asthma.

Ist COPD genetisch bedingt?

Britische Forscher haben insgesamt 50.000 Menschen untersucht – von extremen Rauchern bis hin zu kompletten Nichtrauchern. Manche Studienteilnehmer litten unter COPD, andere nicht. Durchgeführt wurde die Studie an den renommierten Universitäten von Nottingham und Leicester. Die Versuchsteilnehmer mussten Urin- und Blutproben abgeben, die daraufhin von den Wissenschaftlern untersucht wurden.

Das Ergebnis: Es sind tatsächlich genetische Faktoren, die die Selbstheilungskräfte und die Entwicklung der Lungen bestimmen. Der Genbereich liegt demnach auf dem 17. Chromosom und ist maßgeblich für den Gesundheitszustand der Lungen verantwortlich.

Weitere Erkenntnisse konnten die Forscher bisher noch nicht aus ihren Studien ableiten oder mit Sicherheit feststellen. Es müssen weiterführende Studien durchgeführt werden, die weitere Erkenntnisse liefern könnten.

Weitere Informationen über COPD

Die Abkürzung COPD stammt aus dem Englischen und steht für „chronic obstructive pulmonary disease„, was in etwa mit „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“ übersetzt werden kann.

Laut Wikipedia handelt es sich hierbei nicht um eine einzelne, spezielle Krankheit, sondern um diverse Krankheiten, die die Lunge betreffen.

COPD wird charakterisiert durch Husten, schleimigen Auswurf beim Husten und Atemnot bei körperlicher Betätigung. Im Volksmund wird die Krankheit auch als Raucherhusten bezeichnet.

Wer gute Gene hat, kann also soviel Rauchen wie er möchte?

Man darf die Erkenntnisse der Forscher nicht falsch verstehen. Nur weil man gute Gene hat, heißt das noch lange nicht, dass man automatisch vor Lungenkrebs und COPD geschützt ist. Das Gegenteil ist ebenfalls nicht der Fall.

Die Gene legen lediglich Tendenzen fest. Wer ohnehin schon anfällig für solche Krankheiten ist, der sollte im Speziellen darauf Acht geben, dass er sich von Zigaretten fernhält.

Analysen des individuellen Genoms könnten zukünftig dabei helfen, solche Tendenzen festzustellen und sich entsprechend zu verhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.