Risikogruppen lassen sich nur selten gegen Grippe impfen

Risikogruppen lassen sich nur selten gegen Grippe impfenGrippe ist eine gefährliche Krankheit, die vor allem bei Älteren, Kranken oder Kindern tödlich verlaufen kann. Zwar gibt es eine Impfung gegen die Grippeviren, allerdings muss diese jedes Jahr aufgefrischt werden, da sich das Virus im Laufe der Zeit verändert und resistent gegen die Impfung des Vorjahres wird. Schlimmer noch: Manchmal kommt es vor, dass Viren gegen den aktuellen Impfstoff immun sind, bevor dieser überhaupt zum Einsatz kommt.

Während gesunde Menschen eine Grippe meist schadlos überstehen und deshalb nicht unbedingt eine Impfung benötigen, warnt die Weltgesundheitsorganisation davor, dass in Deutschland die Impfquote der Risikogruppen äußerst gering sei. Beispielsweise lassen sich nur circa 50% aller Menschen über 60 gegen Grippe impfen. Bei chronisch Kranken liegt die Zahl der geimpften Personen bei 24%. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt hingegen eine Impfquote von 75% innerhalb der Risikogruppen. Diese Quote ist in Deutschland noch lange nicht erreicht. 

Warum lassen sich so wenige Menschen gegen Grippe impfen?

Es stellt sich die Frage, wieso sich so wenige Menschen gegen Grippe impfen lassen, obwohl sie zur Risikogruppe gehören. Die Gründe dafür sind laut Experten vielfältig:

  • Grippe wird nicht ernst genommen
    Viele Menschen denken, dass es sich bei der Grippe lediglich um einen schwereren Fall der Erkältung handelt. Dem ist allerdings nicht so. Grippe kann deutlich gefährlicher werden.
  • Impfungen werden nicht ernst genommen
    Die Impfungen des letzten Jahres waren nicht wirklich effektiv. Trotz Impfung gab es immer wieder Fälle von Menschen, die dennoch an der Grippe erkrankt sind. Die Ursache dafür war die rasche Evolution der Grippeviren. Nachdem der Impfstoff ausgeliefert wurde, hat sich ein bestimmter Virenstamm bereits dahingehend verändert, dass er immun gegen den Impfstoff war. Solche Phänomene animieren die Menschen nicht gerade, sich impfen zu lassen.

Werden Flüchtlinge gegen Grippe geimpft?

Besonders Flüchtlinge sollten geimpft werden, da diese durch die Strapazen der letzten Monate deutlich geschwächt sind. Außerdem wohnt diese Personengruppe meist mit vielen anderen Menschen auf engstem Raum zusammen, wodurch die Ansteckungsgefahr steigt. Immerhin sind sich Experten sicher, dass genügend Impfdosen zur Verfügung stehen, um alle Menschen ausreichend vor der Grippe schützen zu können.

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