Spätfolgen für geheilte Ebola-Patienten schlimmer als gedacht

Spätfolgen für geheilte Ebola-Patienten schlimmer als gedachtDie Ebola-Epidemie wurde eingegrenzt, ein erster Impfstoff befindet sich bereits im Umlauf und die Zahl der Neuinfektionen ist weltweit rückläufig. Nun befassen sich Experten mit den Nachwirkungen der Epidemie, die aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate der Infektionskrankheit sehr viele Menschenleben gekostet hat.

Die Weltgesundheitsorganisation (kurz: WHO) hat dazu vor Kurzem erste Zahlen veröffentlicht, die die verheerenden Spätfolgen von Ebola darstellen. Wie geht es den Patienten heute, die die gefährliche Krankheit überlebt haben?  Welche Spätfolgen tragen ehemalige Ebola-Patienten davon? 

Die Nachwirkungen von Ebola

Früher nahm man an, dass Patienten, die die Infektionskrankheit überlebt haben, hauptsächlich mit Problemen wie Hepatitis, Augenerkrankungen und Querschnittslähmungen zu tun hatten. Diese körperlichen Krankheiten können, müssen aber nicht unbedingt auftreten. Die Folgen von Ebola beschränken sich jedoch nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Psyche. Die meisten Ebola-Patienten haben durch die Krankheit viele Freunde, Bekannte und Familienangehörige verloren – so etwas überwindet man nicht so einfach.

Aus heutiger Sicht weiß man, dass die Nachwirkungen von Ebola noch deutlich tiefer gehen: Ehemalige Patienten leiden oft unter Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Depressionen und Müdigkeit bis hin zur Erschöpfung. Oft ist ein Alltag, wie er vorher war, nicht mehr möglich. Viele Ex-Patienten bleiben auch nach Ebola vorerst oder dauerhaft arbeitsunfähig.

Die Folgen für betroffene Länder

Hierbei muss man bedenken, wie viele Menschen Ebola überlebt haben und nun mit den Folgen zu kämpfen haben. Das ist nicht nur auf menschlicher Ebene eine Katastrophe, sondern auch für die Wirtschaft des Landes. Es wird noch viele Jahrzehnte dauern, bis wieder Normalzustände herrschen.

Das ist der bisherige Stand der Dinge. Es kann natürlich passieren, dass noch weitere Spätfolgen entdeckt werden, die die bisher erkannten Folgen noch einmal überbieten. Das wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

Nun sollte man allerdings erst einmal die Impfungen gegen Ebola verbreiten und dafür sorgen, dass es nicht zu einem erneuten Ausbruch der Infektionskrankheit kommen kann. Auf diese Weise wird die Weltbevölkerung vor einer erneuten Katastrophe geschützt.

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