Die Sucht nach Zigaretten im Jahr 2015 – Ein kurzer Einblick

Die Sucht nach Zigaretten im Jahr 2015 - Ein kurzer EinblickDie Sanktionen und Verbote gegen Raucher werden von Jahr zu Jahr drastischer. Raucher werden systematisch aus der Gesellschaft ausgegrenzt – zumindest in der Öffentlichkeit. In den meisten Etablissements darf aufgrund von gesetzlichen Regelungen nicht mehr geraucht werden, weshalb Anhänger des Glimmstängels in spezielle Räume, in abgeschottete Kammern oder direkt vor die Tür gesetzt werden.

Diese Politik zeigt Wirkung: Bei Jugendlichen ist der Tabakkonsum in den letzten Jahren um 2/3 gesunken. Das ist auch kein Wunder, da eben diese Personengruppen mit den Verboten gegen Raucher aufgewachsen sind. Sie wissen, dass man sich mit der Zigarette in der Hand nur Ärger und Krankheiten einhandelt. Natürlich leidet auch der Geldbeutel unter dem ungesunden Hobby.

Wer allerdings bereits etwas länger dabei ist, der kann in den meisten Fällen nicht mehr von der Zigarette abgehalten werden. Es wird weitergeraucht – ganz gleich, wie teuer Zigaretten noch werden oder inwieweit man als Raucher in Zukunft noch ausgegrenzt wird. Die Sucht ist dominanter.

Rauchen macht uneinsichtig

Es ist kein Wunder, dass Zigaretten oft als „die dümmste Droge der Welt“ bezeichnet werden. Zigaretten sind teuer, schmecken meist selbst Rauchern nicht, senken die Lebenserwartung und führen letztendlich nicht einmal zum Rausch, wie man ihn beispielsweise von Alkohol kennt.

Das Nikotin verankert sich so stark im Gehirn, dass sich die meisten Raucher früher oder später sogar der großen Nachteilen bewusst werden. Aufhören können sie trotzdem nicht. Die Sucht beherrscht das Gehirn. Nur ganz wenige Raucher schaffen den Absprung – meist allerdings nur aus triftigen Gründen, wie beispielsweise Herz-Operationen nach denen Rauchen tödlich sein kann.

Warum fängt man mit dem Rauchen an?

Kein normaler Mensch „muss“ zur ersten Zigarette greifen. Es sind häufig äußere Umstände, die dazu führen – wie beispielsweise Gruppenzwang in der Schule oder im Freundeskreis. Außerdem weiß man selbst als kleines Kind, dass man bei Stress zum Glimmstängel greifen könnte. Die Erwachsenen machen es schließlich vor.

Ein Bekannter der Redaktion fing vor vielen Jahren beispielsweise deshalb an, weil er in der Schule sitzengeblieben ist. Hat ihm sein Körper gesagt, dass er in dieser Situation unbedingt rauchen sollte? Nein. Es war einzig und alleine der Gedanke im Kopf, dass Zigaretten in solchen Situationen helfen sollen.

Warum machen Zigaretten so süchtig?

Nikotin ist ein bekannter Suchtstoff – so viel ist klar. In modernen Zigaretten sind allerdings noch Dutzende weitere Inhaltsstoffe enthalten, die den Geschmack verbessern und die Sucht fördern. Aus diesem Grund sind heutige Zigaretten auch deutlich gefährlicher als Zigaretten von vor 50 Jahren.

Die Sucht manifestiert sich im Alltag

Das Gefährlichste am Rauchen ist die Manifestation der Zigarette im Alltag. Man raucht nicht, weil man gerade rauchen möchte, sondern weil man es gewöhnt ist. Beim Warten auf den Bus, in der obligatorischen Zigarettenpause oder auf dem Heimweg – die Zigarette ist immer dabei. Raucher verbinden mit solchen Zigarettenpause positive Gefühle, weshalb der Nikotin aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist.

Wir haben bereits von vielen Rauchern gehört, dass sie während der Arbeit gar keine Lust auf Zigaretten haben. Wenn sie sich allerdings im Leerlauf befinden, kommt die Sucht hervor. In solchen Situationen merkt man als Raucher erst, dass man eigentlich rauchen möchte. Menschen, die aus Langeweile essen, kennen dieses Problem ebenfalls.

Die Zahlen sind rückläufig

Während im Jahre 2009 in Deutschland noch 86,6 Milliarden Zigaretten im Jahr geraucht wurden, sind es heutzutage nur noch 79,5 Milliarden Glimmstängel im Jahr. Das ist ein verringerter Konsum von circa 8%. Vor allem die abschreckenden Maßnahmen, die Jugendliche vom Rauchen abhalten, sorgen unserer Meinung nach für solche Erfolge.

Werden Raucher aussterben?

Wir haben unsere ganz eigene Theorie in Bezug auf Raucher aufgestellt. Wir vertreten die Meinung, dass ein Großteil der Raucher in den kommenden Jahrzehnten aussterben wird.

Der Grund? Exzessive Raucher im höheren Alter sterben früher oder später so oder so – ob durch Zigaretten oder durch Altersschwäche. Die erwähnten Sanktionen halten allerdings die Jugend davon ab, überhaupt erst mit dem Rauchen anzufangen. Das heißt also, dass die Zahl der aktiven Raucher von Jahr zu Jahr zurückgehen sollte.

Erst triftige Gründe halten Raucher vom Konsum ab

Bei den meisten Rauchern sind triftige Gründe notwendig, um mit dem Rauchen aufzuhören. Der Druck durch den Partner oder die Partnerin oder medizinische Probleme führen dabei das Feld an. Wenn die Zigaretten die Genesung nach einer schweren Operation behindern, erste Anzeichen eines Raucherbeins auftreten oder die Lunge Probleme macht, dann steigt die Bereitschaft mit dem Qualmen aufzuhören enorm an – oft auch erst, wenn es bereits zu spät ist.

Da sich Nikotin ins Gehirn hineinfrisst, kann dieses bei aktiven Rauchern nur noch dann funktionieren, wenn es genug Nikotin erhält. Es ist deshalb extrem schwer für Raucher, der Sucht Einhalt zu gebieten. Erst nach vielen Monaten der Rauchfreiheit normalisiert sich der Zustand des Gehirns wieder. Doch selbst wenn es den Status eines Nichtraucher-Gehirns erreicht hat, kann es immer noch zu Rückfällen kommen.

Vorsicht vor E-Zigaretten!

Wer wirklich mit dem Rauchen aufhören möchte, der sollte sich professionelle Hilfe suchen, zu Nikotinpflastern greifen, Selbsthilfekurse besuchen oder auf Medikamente zur Rauchentwöhnung setzen (zum Beispiel Champix). E-Zigaretten sind laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (kurz: DHS) keine gute Idee. Zwar „dampft“ man mit E-Zigaretten nur noch, allerdings bleibt das Suchtgedächtnis auf diese Weise aktiviert und man gilt offiziell immer noch als Raucher.

Im Endeffekt muss jeder selbst wissen, wie er am effektivsten mit dem Rauchen aufhört. Denn hier gilt: Jeder Mensch ist unterschiedlich. Was bei dem einen funktioniert, funktioniert beim anderen noch lange nicht.

Quellenangabe: Welt.de

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